Förderung ist für viele Mittelständler der Grund, ein Digitalisierungsprojekt überhaupt anzugehen. Hier ist ein Überblick, was es für Unternehmen in Brandenburg gibt. Stand: Oktober 2026 – Förderprogramme ändern sich oft. Bitte Konditionen immer bei der zuständigen Stelle prüfen. Das ist keine Förderberatung.
Was nicht mehr geht: go-digital
Das Bundesprogramm go-digital, das jahrelang Beratung zur Digitalisierung bezuschusst hat, ist Ende 2024 ausgelaufen. Auch „Digital Jetzt" läuft nicht mehr. Wer heute danach sucht, findet noch viele alte Ratgeber – Anträge sind nicht mehr möglich.
BIG-Digital: der Zuschuss des Landes Brandenburg
Der Brandenburgische Innovationsgutschein BIG-Digital unterstützt kleine und mittlere Unternehmen einschließlich des Handwerks bei Digitalisierungsprojekten. Förderfähig sind nach der Richtlinie unter anderem:
- Beratung zum Digitalisierungspotenzial,
- Umsetzung digitaler Technologien und organisatorischer Methoden,
- Qualifizierung der Mitarbeitenden, die direkt mit dem Projekt zusammenhängt.
Der Weg:
- Beratung bei der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB) – sie ist vor dem Antrag vorgesehen.
- Antrag bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) über deren Kundenportal.
- Erst danach das Projekt beauftragen.
Fördersätze, Höchstbeträge und die aktuelle Laufzeit der Richtlinie nennt die ILB auf ihrer Programmseite. Wir nennen hier bewusst keine Beträge, weil sie sich ändern können.
Kostenlose Erstberatung: Mittelstand-Digital Zentren
Als Nachfolge von go-digital verweist der Bund auf die Mittelstand-Digital Zentren. Sie beraten kostenlos und neutral, bezahlen aber keine externen Berater. Das Netz ist bis Ende 2026 aufgestellt; ab 2027 ist eine neue Struktur angekündigt.
Weiterbildung: Qualifizierungschancengesetz
Für die Weiterbildung von Beschäftigten – auch zu KI – kann die Agentur für Arbeit über das Qualifizierungschancengesetz Lehrgangskosten und Lohnkosten bezuschussen. Das ist besonders interessant im Zusammenhang mit der KI-Kompetenz-Pflicht.
Für Investitionen und Entwicklung
- Förderkredite der KfW für Digitalisierungsvorhaben.
- Forschungszulage und Programme wie ZIM, wenn ihr selbst etwas Neues entwickelt – etwa eine eigene Software oder ein neues Verfahren.
Die goldene Regel: erst Antrag, dann Auftrag
Fast alle Zuschussprogramme fördern nur Vorhaben, die nach dem Antrag begonnen werden. Wer zuerst unterschreibt und dann fördern lassen will, geht meist leer aus. Plant deshalb so:
- Idee und grobe Kosten klären (dabei helfen wir im Erstgespräch).
- Förderberatung (WFBB bzw. Mittelstand-Digital Zentrum).
- Antrag stellen.
- Dann beauftragen und umsetzen.
Wenn euch ein Angebot vorliegt und ihr unsicher seid, ob Umfang und Preis passen: Dafür gibt es unsere unabhängige Zweitmeinung.
Häufige Fragen
Gibt es go-digital noch?
Nein. Das Bundesprogramm go-digital ist Ende 2024 ausgelaufen. Als Nachfolge-Struktur verweist der Bund auf die kostenlosen Mittelstand-Digital Zentren, die aber keine externen Berater bezahlen.
Welche Förderung gibt es für Digitalisierung in Brandenburg?
Zentral ist der Brandenburgische Innovationsgutschein BIG-Digital der ILB. Er unterstützt KMU und Handwerk bei Beratung, Umsetzung und projektbezogener Qualifizierung. Vor dem Antrag ist eine Beratung durch die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB) vorgesehen.
Wird KI-Weiterbildung gefördert?
Ja, unter Umständen über das Qualifizierungschancengesetz der Agentur für Arbeit. Projektbezogene Qualifizierung kann außerdem Teil eines BIG-Digital-Vorhabens sein.
Darf ich mit dem Projekt vor der Förderzusage anfangen?
In der Regel nur nach Antragstellung und meist auf eigenes Risiko. Wer vor dem Antrag beauftragt, verliert häufig den Förderanspruch. Deshalb: erst Antrag, dann Auftrag.

Über 20 Jahre Marketing und E-Commerce: Sony Europe (Club Vaio, Sony Style), Product Marketing für LUMIX bei Panasonic, General Manager Marketing bei Teufel/Raumfeld, Mitgründer von CUMO und DealBird. Seit 2024 baut er mit TeamMaid KI-Lösungen für den Mittelstand – von der Strategie bis zu eigenen Produkten wie LogBuster und Omnibooker.



